
Das ist der Founder Mode Friday, dein Hustle-Frühstück: jede Woche verfeinert💎
Wir halten diese Woche super kurz! Und ich will wissen, ob dir das gefällt. Kurz oder lang, antworte gerne mit einem Wort.
Lei um den Hals, wir fliegen los gen Sonne.
LG, Feliks
Aloha! War echt ein schmuckes Teil, dieser Podcast. Über 10 Jahre Hawaii-Gefühl, Liebe und Wertschätzung mit hochwertigem Schmuck: Das ist Purelei. Visionärin Alisa und Orakel Frederik Jahnke sind Cofounder und Lebenspartner, die Idee kam von Alisa. Validiert hat sie das Ganze mit lässigen 65.000 € Umsatz in 3 Monaten.
Der dritte Cofounder ist der beste Freund: Etienne Espenner. Hat die letzten 10 Jahre geklappt, die Firma gehört bis heute zu 100 % den dreien.
Premiere: Alisa und Frederik waren zum ersten Mal gemeinsam in einem Podcast. Und es lief richtig gut, die beiden haben sich hervorragend zugespielt. 🏓
Wie andere E-Com-Giganten im Podcast (Johannes Kliesch, Marlena Hien, Jennifer Baum-Minkus) wieder extrem metrics-driven. Es geht ganz konkret rein.
Jede zweite Frau in Deutschland kennt uns.

Flip-Flops an, wir reisen 10 Jahre zurück! 🌺
Von 500 € auf 70 Mio.: 10 Jahre Purelei 🌺
Ich erzähl dir heute die Purelei-Story in 6 Learnings-Kapiteln, schnapp dir den Kaffee und das Notizbuch!
1. Hawaii, Handyhüllen, 500 € 🏝️
Es beginnt direkt nach dem Abi. Alisa fliegt nach Hawaii und bringt ein Lebensgefühl mit nach Hause, das sie nicht mehr loslässt.
2016 hat sie die Idee, Freddy und Etienne haben den Shop. Die beiden verkaufen in Mannheim schon Handyhüllen, Alisa hilft beim Packen. Purelei startet nebenher, mit 500 € und einem 3-Monats-Test. Ziel: 75.000 €. Geschafft: 65.000 €. Knapp verfehlt. Aber die Kundinnen kamen immer wieder, und das war den dreien wichtiger als die Zielmarke. Also weitermachen.
2. Fahrrad statt Funding 🚲
Dann wird richtig rangeklotzt. Alisa klappert mit dem Fahrrad Boutiquen ab, nach 2 Jahren ist Purelei an 250 Verkaufsstellen im Einzelhandel. Die ersten 1,5 Jahre ist sie der Motor, sie hat ja „nur" ihr Studium. Die Jungs stecken noch im Handyhüllen-Shop.
Nach 1,5 Jahren macht Frederik den Laden dicht. Bei rund 2 Mio. € Jahresumsatz, einfach zu. Ab jetzt gibts nur noch Purelei. Für mich ist das der Moment, in dem aus einem Nebenprojekt eine Firma wird: Das Sicherheitsnetz schneidet man selbst ab.
3. Weglassen, was auch funktioniert ✂️
Das Wachstum frisst alles, was nicht E-Commerce ist. Auch Kanäle, die Geld verdient haben, werden eingestellt, weil E-Com so gut läuft. Die ersten eigenen Stores kommen erst 8 Jahre später: München, Köln und Palma. Für München haben sie 1,5 Jahre nach der perfekten Fläche gesucht.
Nicht alles, was glänzt, ist Schmuck. Handtaschen, Beauty, Sonnenbrillen: alles probiert und (teilweise) wieder eingestellt. Beauty wurde nach 6 Monaten gestoppt, es fehlte die Expertin im Team. Zudem hat ein Purelei-Teil für die Kundinnen einen symbolischen, emotionalen Wert, den andere Produkte nur verwässern.
Die beiden haben daraus mitgenommen: Was die Marke verwässert, fliegt raus. Auch wenn es Umsatz bringt.
4. Unkonventionelle Offers 🎁
Das Abo, das alle totgesagt haben. 2018 startet Purelei ein Schmuckabo, das von Anfang an totgesagt wurde. Schmuck verbraucht sich ja nicht. Heute ist es immer noch ein wichtiger Teil des Businesses.
Der Adventskalender ist der nächste Coup. 24 Touchpoints mit der Kundin. Die ersten 3.500 Stück waren nach 12 Stunden ausverkauft. Der Haken: Jedes Jahr musst du was drauflegen, sonst kommen die Leute nicht wieder. Heute neu damit anfangen würden die beiden nicht mehr.
In Minute 45 könnt Ihr hören, wie die Idee umgesetzt wurde. 🎄
Dann das Haus am Strand voller Creator. Aufstrebende Creator wohnen dort zusammen, zuerst 2023, wieder 2026. Kosten: rund 40.000 € für einen Monat Haus plus 2 Teammitglieder vor Ort. Effiziente Aufmerksamkeit: echte Connections statt gekaufter Reichweite.
Was man daraus mitnehmen kann: Abo, Kalender, Creator-Haus sind alles Gründe, regelmäßig im Alltag der Kundin aufzutauchen. Reichweite kaufen kann jeder.
5. Black Friday 2019 🔥
Das Marketing hat geliefert, die Ops sind zusammengeklappt. Kurz vorher hatten sie das System gewechselt. Dann: 0-€-Buchungen, zehntausende Bestellungen, die storniert werden mussten. Das beste Marketing bringt nix, wenn das System dahinter nicht hält. (direkt reinhören)
Was nach so einem Tag keiner braucht: das Chaos auch noch in der Buchhaltung. Genau dafür gibts unseren Partner Pathway. Die Software bringt Buchungen aus Shopify, Stripe und Co. sauber in DATEV, egal ob Black-Friday-Rabatt oder Presale. „Founder Mode" im Onboarding funktioniert wie “Sesam öffne dich”, dann erstatten sie dir die Einrichtungsgebühr von bis zu 1.000 €. (Anzeige)
6. Freunde, Eheleute, Mitgründer 🤝
Ohne klare Gespräche gibts kein Team mehr. Unter Freunden und unter Eheleuten. 3 Jahre lang war Etienne CEO, jetzt hat Alisa wieder übernommen. Alle drei sind auf diese eine Company committed, Angebote unterwegs haben sie abgelehnt. In Minute 111 erzählt Frederik, wie das Gespräch zum CEO-Wechsel lief. 🔄
Ich glaube, genau deshalb halten die drei seit 10 Jahren zusammen: nicht trotz, sondern wegen der unangenehmen Gespräche.
Zur 10-Jahre-Party legt Alisa nach: Die Firma wird 100. Aktuell peilen sie rund 70 Mio. € Umsatz an. Und wer weiß, vielleicht steigen ja auch mal die Kinder ein …
Fazit der Woche: Mannheim ist halt Chef!

🥚 Bonus: Meine besten Ads: kein Gesicht, keine Zahnpasta, sondern ein Ei
Am Dienstag war Diana zur Löwen da, Creatorin, Investorin und Mitgründerin der Zahnpflegemarke Artem. Bei ihrer Reichweite würde man denken: Ihr Gesicht ist der beste Werbeträger. Ist es nicht.
Der beste Spot war ein Ei. Mit Kaffee verfärbt. Daran zeigen sie, wie die Enzyme in der Zahnpasta die Verfärbung sanft lösen. Diana: „manchmal sind es wirklich die banalsten Dinge".
Und das Produkt? Bleibt oft weg. Bei vielen ihrer besten Ads hat sie „noch nicht mal unsere Zahnpasta in der Hand". Statt des Markennamens heißt es „die Zahnpasta, die ich mitentwickelt habe". Wer wissen will, welche, klickt.
🩺 15 %, dann 80 %, dann 90 %
Heute ist Dr. Sievert Weiss da, Mitgründer von AMBOSS. 2011, mitten im Examen, entscheiden er und seine Mitgründer: Wir gehen nicht ins Krankenhaus, wir bauen die bessere Examensvorbereitung. Ein Jahr Inhalte schreiben, Freunde und Familie im Büro, eine halbe Million Angel-Geld für Fragen-Lizenzen. Beim ersten Examen nutzen 15 % der Studis das Produkt. Und dann war das Geld alle. Sievert ging erstmal ein Jahr in die Klinik.

Heute macht AMBOSS laut Sievert rund 100 Mio. Umsatz. Gut ein Viertel der deutschen Ärzteschaft ist auf der Plattform, dazu über 60 % der US-Medizinstudierenden. In der NOHARM-Studie von Stanford und Harvard liegt die AMBOSS-KI auf Platz 1, vor ChatGPT, Claude und Gemini. Wir reden darüber, warum Ärzte der KI zu selten vertrauen.
Hier gehts zur Folge in Bewegtbild. 🎭️
… und hier gibts sie in Old-School Audio-Format. 🎧️
Eins noch: nächstes Community Event!
Für alle NRWler: Am 29.11. könnt ihr euch abends in Düsseldorf unter gleichgesinnten Founder Mode-Hörer:innen tummeln und euch persönlich austauschen. Happy Networking!
Das war's für heute!

Purelei muss den Adventskalender jedes Jahr toppen, sonst kommt keiner wieder. Ich diese Ausgabe jede Woche. Hat's geklappt? Gib mir Seifen. 🧼
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